Henry Miller: Provokateur, Hedonist und großer Erzähler
Wie kein anderer großer Autor zuvor rüttelte Henry Miller an den sexuellen Tabus des 20. Jahrhunderts. In seinen berühmten Novellen erzählt er von den Labyrinthen der Großstädte, von ihren Straßen und Plätzen, von der Armut, Einsamkeit und den erotischen Eskapaden der kleinen Angestellten, Zeitungsboten, Journalisten, Kaffeehausbesucher und Dirnen.
«Ein Hymniker, berauscht von der Vielfalt des Lebens und trunken von dem Reichtum der Welt.» Radio Bremen
der am 26. Dezember 1891 in New York geborene deutschstämmige Außenseiter der modernen amerikanischen Literatur, wuchs in den Großstadtstraßen Brooklyns auf. Neun Jahre gehörte er dann den Pariser Kreisen der "Amerikan Exiles" an. In der von Peter Neagoe herausgegebenen avantgardistischen Anthologie "America Abroad" erregte er erstmalig mit der Erzählung "Mademoiselle Claude" Aufsehen. Ein Jahr vorher hatte er sein viel umstrittenes, erstes größeres Werk "Wendekreis des Krebses" abgeschlossen, ohne Hoffnung, dieses alle moralischen und formalen Maßstäbe zertrümmernde Werk jemals gedruckt zu sehen.
Henry Miller starb am 7. Juli 1980 in Pacific Palisades, Kalifornien.