?Wir waren aufsässig und überbezahlt. Unseren Morgen fehlte es an Verheißung. Die Raucher hatten immerhin etwas, worauf sie sich freuen konnten, um viertel nach zehn. Der Großteil von uns mochte die meisten anderen, einige hassten gewisse Individuen, ein oder zwei Leute liebten alles und jeden. Die, die alle liebten, wurden einhellig beschimpft. Wir liebten die Gratisbagels am Morgen. Die gab es nur selten. Unsere Sozialleistungen waren erstaunlich. Manchmal zweifelten wir daran, ob das Ganze sich wirklich lohnte. Wir dachten, es wäre besser, nach Indien zu gehen oder auf die Pflegeschule. Irgendwas mit Behinderten oder mit den eigenen Händen arbeiten. Niemand machte je Ernst damit, trotz des täglichen, manchmal stündlichen Unmuts. Stattdessen versammelten wir uns in Besprechungszimmern, um Tagsordnungspunkte zu diskutieren.?
geboren 1974 in Illinois, aufgewachsen in Key West, lebt heute in Brooklyn. Er studierte Philosophie und Englisch an der Universität von Iowa und der UCI. Seine Storys erschienen unter anderem in der Anthologie Best American Voices 2005.
«Wir waren unsterblich» ist sein erster Roman. Er wurde bereits vor dem Erscheinen in den USA in zahlreiche Länder verkauft.